01.09.2009
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Spaniens wilder Westen: Coto de Doñana Nationalpark

Coto de Doñana Nationalpark
Abendstimmung in Andalusien: Zu den Lagunen im Coto de Doñana Nationalpark kommen Touristen nur mit geführten Touren. (Bild: Jorge Sierra/WWF/dpa/tmn)
© dpa

El Rocio (dpa/tmn) - Das soll Spanien sein? Der Strand am Atlantik ist menschenleer. Bis zum Horizont. Und dahinter? Der Unimog schiebt sich den Sandberg hinauf. Keine Bettenburgen, Villen und Golfplätze sind zu sehen, keine Straßen und keine Menschen.

Nur Dünen, Weite und Rehspuren im Sand. Willkommen an einem der letzten unverbauten Abschnitte der spanischen Südküste, dem Coto de Doñana Nationalpark in Andalusien. Geschützt wird hier eines der weltweit wichtigsten Feuchtgebiete. Seine Zukunft allerdings ist bedroht - von Erdbeeren.

Doñana ist ein Flickenteppich unterschiedlicher Lebensräume: Hinter den Wanderdünen an der Küste wachsen Pinienwälder, Korkeichenhaine und Heide. Dann folgt sumpfiges Marschland, das regelmäßig überflutet und von offenen Lagunen unterbrochen wird. Geschaffen hat dieses Ökomosaik der Fluss Guadalquivir, der an seiner Mündung seit Jahrtausenden Sand und Schwebstoffe abgelagert hat.

Wie das Wattenmeer an der Nordsee lockt Doñana zahlreiche Zugvögel an: Schätzungsweise sechs Millionen von ihnen legen hier eine Pause ein, wenn sie im Frühjahr und im Herbst ihre Lebensräume in Afrika und Europa wechseln. An der Laguna de Santa Olaya im Herzen des Nationalparks stapfen rosa Flamingos durch das flache Wasser, daneben stehen Löffler und Reiher. Zu erreichen ist die Lagune auf organisierten Geländewagentouren. Auf eigene Faust dürfen Touristen den Nationalpark nur in der Nähe der Besucherzentren erkunden.

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Dass Doñana Spaniens Bauboom und verschiedenen Plantagenprojekten trotzen konnte, darf sich der WWF auf die Fahnen schreiben. Auf Betreiben der Naturschutzorganisation wurde der Schutz von Küste und Marschland festgeschrieben: Im Oktober 1969 - also vor bald 40 Jahren - wurde Doñana zum Nationalpark erklärt. Zufrieden zurücklehnen können sich die Naturschützer aber nicht: "Durch illegale Bohrlöcher ist die Wassermenge des Rocina um die Hälfte zurückgegangen in den vergangenen 30 Jahren", beklagt Felipe Fuentelsaz vom WWF Spanien.

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Meinungen zum Thema (10) in Fernweh
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septimanaVI - 02.09.2009, 10:31

Und genau deswegen esse ich nur Erdbeeren, wenn in Deutschland bzw. Nord-West-Europa "Erdbeersaison" ist. :)

Fragaria - 02.09.2009, 10:30

Tja und dabei gibts anscheinend Lösungen wenn man nur ein bissel nachdenkt und die moderne Technik nutzt. Und mal nebenbei: diese Früherdbeeren schmecken doch eh nach nix, die braucht kein Mensch! Ich frag mich immer wer diesen Mist eigentl... gesamten Beitrag lesen

Trantor - 02.09.2009, 10:17

Ein relevanter Grund allgemein keine Erdbeeren oder ähnliche Produkte aus Spanien zu kaufen. Da sollten mehr Leute darauf achten. Spanien ist eines der wasserärmsten Länder Europas - und doch werden dort Unmengen an Wasser in Plant... gesamten Beitrag lesen

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